Erklärung einiger Grundbegriffe

Luftarten (Lüftungstechnik)

Außenluft (AUL, ODA) ist die außerhalb des belüfteten Gebäudes vorhandene, atmosphärische Luft.

Zuluft (ZUL, SUP) ist die dem Raum zugeführte Luft.

Raumluft ( - , IDA) ist die im Raum befindliche Luft.

Abluft (ABL, ETA) ist die aus dem Raum kommende Luft, ihr Zustand ist im Normalfall der Raumluft gleich.

Fortluft (FOL, EHA) ) ist die Luft, die aus dem Gebäude ins Freie hinaustritt.

Je nach Fall können die Luftarten teilweise übereinstimmen:

Wenn ich in einem Zimmer in zwei verschiedenen Außenwänden je ein Fenster öffne und es bläst zum einen Fenster der Wind Außenluft herein, ist diese Außenluft zugleich die Zuluft. Die Abluft strömt zum anderen Fenster hinaus und ist zugleich Fortluft.

Wenn ich dagegen eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung habe, wird die Außenluft vorbehandelt, also gefiltert und (im Winter) erwärmt, bevor sie als Zuluft zu den Räumen geleitet wird. Und die Abluft wird im Wärmeübertrager abgekühlt, bevor sie als Fortluft fortgeblasen wird.

 

Luftprobe

Eine „Luftprobe“ ist eine gewisse Luftmenge, in der die Zustandswerte (also z. B. Temperatur und relative Feuchte) überall gleich sind oder nur unwesentliche Abweichungen aufweisen.

Zum Beispiel kann man die Luft in einem Zimmer als Luftprobe bezeichnen, aber auch die Luft im Inneren einer Trockenbauwand oder die Außenluft. (Es kann aber auch im gleichen Raum verschiedene Luftproben geben, weil z. B. im Winter die Lufttemperatur in der Raummitte deutlich höher ist, als direkt vor der kalten Außenwand.)

Eine Luftprobe ist also am ehesten qualitativ, also durch ihre Eigenschaften abgegrenzt.

 

Luftmenge

Bei einer Luftmenge steht die Quantität im Vordergrund (Quantum = Menge). Die beste Messgröße für die Luftmenge ist die Masse der Luft in Kilogramm. Sehr oft wird aus praktischen Gründen als Messgröße das Volumen in Kubikmetern verwendet. Das ist allerdings von Temperatur und Druck abhängig.

 

Zustandsgrößen

Der Zustand einer Luftprobe ist durch ihre Temperatur, ihren Druck und ihre Feuchte festgelegt.

Die Eigenschaften einer Luftmenge werden von Zustandsgrößen bestimmt.